Neid

Laut Wikipedia bezeichnet Neid „den Wunsch der neidenden Person, selbst über mindestens als gleichwertig empfundene Güter (materieller oder nichtmaterieller Art) wie die beneidete Person zu verfügen.“
Das ist der sogenannte konstruktive Neid.

In der heutigen Gesellschaft trifft man aber hauptsächlich auf den destruktiven Neid. Auch Missgunst genannt. Der Neider wünscht, dass die beneidete Person die Güter verliert oder dass die Person einen anderen Schaden davonträgt.

Wenn wir also von Neid sprechen, ist meistens der destruktive Neid gemeint. Aber dieser ist – von der negativen Absicht mal ganz abgesehen – auch noch sehr dumm.

Mal angenommen, jemand hat ein tolles Auto, das man auch gern hätte. Wenn man jetzt sauer auf den Inhaber des Wagens ist, weil man diesen nicht selbst besitzt, sollte man sich überlegen, wie derjenige an den fahrbaren Untersatz kam. Hat er einen besser bezahlten Job als man selbst und kann sich das Auto somit eher leisten? Dann hat er ja dafür gearbeitet. Ist man jetzt wütend auf den anderen, weil er dafür gearbeitet hat? Hat er das Auto gewonnen, ist man dann auf dessen Losglück sauer? Hat er vielleicht lange gespart und sonstige Ausgaben reduziert, ist man dann auf dessen Ehrgeiz und Durchhaltevermögen böse? Alles sehr albern.

Ein anderer hat eine tolle Freundin oder einen tollen Freund, die / den man selbst gern hätte. Man ist neidisch – also sauer – auf denjenigen. Wie kam er aber an diese Beziehung? Vielleicht hatte er einfach nur Glück? Zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Das richtige gesagt? Oder vielleicht wurde er ja auserwählt und musste somit nichts beitragen. Ist man dann auf „Glück“ sauer? Oder die Frau, die sich seiner erbarmt hat? Auf den Auserwählten wütend zu sein, ist aber albern. Er kann ja nicht so richtig was dafür.

Oder ein Kollege verdient mehr als der andere. Warum ist man dann auf den besser verdienenden Kollegen neidisch im destruktiven Sinne? Hat der Kollege sein Gehalt selbst bestimmen können? Schön wär’s. Aber das geht nur als Bundestagsabgeordneter. Auf wen man dann sauer sein kann, ist der Chef, der dem einen mehr zahlt als dem anderen. Schließlich traf der Boss die Geld-Entscheidung und nicht der Beneidete. Aber vielleicht hat der Chef sogar Gründe, warum der eine Mitarbeiter mehr wert zu sein scheint als der andere. Auf jeden Fall ist der Hass auf den Beneideten Quatsch. Denn er kann ja nichts dafür.

Neid ist somit dumm. Jedenfalls wenn er so ausgelebt oder empfunden wird wie in den meisten Fällen. Denn das negative Gefühl trifft den falschen. Der Beneidete kann in den meisten Fällen nicht einmal etwas dafür.

Wäre ich religiös, würde ich jetzt noch mit Neid als Todsünde kommen. Aber ich bin nicht religiös. Ich habe eher einen philosophischen Blick darauf.

Wer sich also mit anderen vergleicht, sich schlechter gestellt fühlt und den destruktiven Neid für jemanden empfindet, sollte sich vielleicht mal ein paar Gedanken machen.
Ansonsten verhält er sich dumm.
Und wie Forrest Gump schon sagte: „Dumm ist der, der Dummes tut.“
Seid nicht dumm.
Seid nicht neidisch.

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