Damenwahl

Wie und warum wählen Damen einen Mann aus oder warum lassen sie den anderen links liegen?

Nach vielen Gesprächen mit Männlein und Weiblein in Bezug auf die holde Damenwelt ergaben sich einige ernüchternde Ergebnisse. Befragt wurden Singles und Paare beiderlei Geschlechts und auch die Medien wurden dafür beobachtet. Somit sollte sich ein recht aussagekräftiges Resümee ergeben.
Natürlich werden viele Frauen gleich sagen: „Stimmt nicht!“
Dies mag auf Einzelfälle zutreffen.
Auch „Ihr habt doch nur oberflächliche Tussies befragt!“ kann ich ausschließen. Vom stillen Mauerblümchen über das Partygirl bis hin zu eher „kumpelhaften“ Damen flossen sämtliche Aussagen, Ansichten und Erfahrungen ein.

Beobachtet wurde eine gewisse Gleichschaltung der Damen. Entgegen der gewünschten Attribute des Mannes waren die tatsächlichen Auswahlkriterien recht einfach.

Die Wünsche, die man fast immer vernimmt sind:
„Das Aussehen ist mir egal / er muss keinen Waschbrettbauch haben“
„Er muss Humor haben / witzig sein / mich zu lachen bringen“
„Er muss intelligent sein“
„Status / Job / Finanzen sind mir egal“
„Er muss Charakter haben“
„Er muss nett sein“
„Er muss Manieren haben / er muss wissen wie man eine Dame behandelt“
„Auf gar keinen Fall so ein Macho“

Also scheinen die inneren Werte wichtiger als das Aussehen oder das dicke Auto zu sein.
Aber nur scheinbar…

Tatsächlich war für die Kontaktaufnahme und das erste Interesse etwas ganz anderes wichtig. Es ist der Macho, auf den die Damen in den meisten Fällen abfahren.
Verwegen, hart, gefährlich wirkend. Ein Typ wie Jason Statham, Aurelio aus dem Dschungelcamp 2015 oder Bruce Willis.

Das tatsächliche Selbstbewusstsein ist völlig egal. Er muss nur Selbstbewusstsein ausstrahlen, man muss das „I am the man!“ rausschwitzen.

Dabei rückt selbst der Wunsch nach einer festen Beziehung oder Kindern in den Hintergrund. Auch die Frage nach seinem Alter ist plötzlich egal.

Die Reize sind also recht einfach. Der Neandertaler zieht bei vielen Damen sofort. Die Männer, die nicht ständig mit der (verbalen) Keule schwingen und einen auf dicke Hose machen kommen höchstens in die Friendzone. Und hier dürfen sie dann langsam verrecken.

Nachdem man Männern über Dekaden vorwarf, dass ein opulenter Vorbau das einzige Kriterium sei, das sie interessiert, haben die Damen nun gleich gezogen.
Dummerweise war es bei uns meist nur ein Klischee, die Damen setzen es direkt um.

Selbstverständlich bevorzugen die meisten Männer auch eher Halle Berry, Brianna Brown oder Mila Kunis als Alice Schwarzer oder Angela Merkel.
Aber Männer sind heutzutage vielschichtiger. Eine „nett“ aussehende Frau kann sich nach einer gewissen Zeit des Kennenlernens zu einer bildhübschen Frau entwickeln. Das männliche Auge wird also später noch vom Herzen oder vom Verstand beeinflusst.

Das Auge und das Herz der Dame dagegen nicht. Ist der Typ nicht gleich der Knaller, wandert er bei Sympathie höchstens in die ominöse Friendzone. Und hier kommt Mann nicht mehr raus. Ein Umdenken oder besser „Umfühlen“ ist unwahrscheinlich.

Andererseits schimpfen die Damen über die „Arschloch-Typen“.
Springen aber fast nur noch auf diese an, lassen sich das Herz brechen, heulen sich bei Freundinnen oder den Männern in der Friendzone aus und werden beim nächsten „Arschloch“ wieder wuschig…

Muss man ein sonnengebräunter, egoistischer, geistiger Grobmotoriker mit Sixpack und Mittelklasse-Leasinglimousine sein, damit sich die durchschnittliche Dame überhaupt für einen interessiert?
Der Vollproll mit der großen Klappe ist heutzutage der Gewinner. Aber auf lange Sicht verlieren die Damen. Nicht alle, aber einige. Die, die eben bei Ihrer Auswahl an Männern „immer an den Falschen geraten“. Aber sie „geraten“ nicht, sie wählen aktiv den Zonk.

Geht es nur noch um schnelle Effekthascherei? Sind Oberflächlichkeiten heutzutage wichtiger als alles andere? Gewinnt „sehen und gesehen werden“ gegen langfristiges und tiefgründiges Glück?

Oder geht es nur darum, dass die Damen trotz aller Emanzipation immer noch jemanden brauchen, der ihnen ständig sagt, wo es lang zu gehen hat? Der unterbewusste Wunsch nach Bevormundung?
Ist somit die ganze Arbeit von Alice Schwarzer, Femen, etc. umsonst?
Das kann doch nicht Euer Ernst sein, liebe Damen!

Was würde passieren, wenn Männer das Klischee, niemanden der kein Pamela Anderson Äquivalent ist zu beachten, ausleben würden?
Vollhonk trifft auf Badenixe. Vollhonk wechselt Badenixe, Badenixe wechselt Vollhonk.
Das war’s dann mit der Evolution.
Aber bis dahin werden noch viele Tränen vergossen. Jedes Mal, wenn die Dame zu spät erkennt, dass sie wieder den Proll bevorzugt hat.

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