Apple Keynote Oktober 2014 – Licht und Schatten

Ich bin Nutzer von Produkten aus dem Hause Apple. Kein Fan, ich mag aber einige Dinge, die sie in Cupertino fertigen. Das steigert natürlich auch die Erwartungen. Man ist ja Gutes gewohnt.
Diese Erwartungen werden mehr oder weniger regelmäßig enttäuscht.
Trotzdem bemühe ich mich um eine gewisse Objektivität der Keynote vom 16. Oktober 2014.
Es handelt sich hierbei um einige Kommentare, die sich während der Keynote zwischen mir und einem guten Freund ergaben. Vieles davon natürlich mit einem gewissen Augenzwinkern.
Um das zu verstehen sollten Nicht-Macianer wissen, dass bei den Apple-Events zuerst immer die vergangenen Erfolge aufgezählt werden. Natürlich immer aus Apple-Sicht. Alles ist „amazing“ (erstaunlich) und „gorgeous“ (wunderschön). Und das kann man schon ein bisschen auf die Schippe nehmen.
Die verbalen Entgleisungen bezüglich der Körperflüssigkeiten bitte ich zu entschuldigen. Aber ich zitiere und zensiere nicht.

„Der Apple-Event läuft. Stand jetzt: das beste Smartphone… Am schnellsten verkauft… Apple Pay ist der Hammer und wir haben den Längsten…
Ach ja, die Uhr ist natürlich der Wahnsinn! Sie kann die Uhrzeit anzeigen und ist so schön, dass Jony Ive auf JEDE einzelne ejakuliert hat. Aufgrund des Tennisarms kann er heute leider nicht teilnehmen.“










„iOS 8 lässt Craig Federighi unkontrollierbar ejakulieren. Er schafft es kaum die Bühne hoch. Er sieht aus wie nach dem Iron Man. Tim Cook geht sich umziehen. Craig hat ihn angewichst.“

„Jetzt geht’s um Health Kit. Offensichtlich macht Wichsen gesund!“









„Das iPad Air 2 ist wieder dünner geworden. Es ist amazing und so dünn, dass es weltweit von Metzgern vorbestellt wurde, weil es wie kein anderes Tablet Salami schneiden kann.





Dass auch Phil Shiller wild ejakulierend auf der Bühne steht, muss ich wohl nicht extra erwähnen.“

„iMac Retina! Jetzt wird’s interessant. 5xxx mal 2xxx Pixel.

„$2499 für den iMac.“

„Apple und die Albernheiten:

– iPad mini 3 hat nur den alten A7 Chip. Hier haben sie kein Update auf den aktuellen A8 oder gar A8X vom großen neuen iPad verbaut.





– Der Dollar scheint sehr stark zu sein. Aus $ 2499 werden € 2599 im deutschen Store für den neuen iMac…





– Sie haben die Preise zwar bei den iPads gesenkt, aber durch die Speichervarianten 16, 64 und 128 bleibt das relevante iPad genau gleich. 709 € hat mein iPad 4 mit 32 GB auch gekostet.
Die 16 GB Variante ist nur dazu da, um den Preis künstlich niedrig zu halten. Keine Sau holt sich das iPad mit 16 GB…“






„iMac:
– 3,5 GHz i5, der 4 GHz i7 kostet 250 € mehr
– Upgrade von 8 auf 16 GB RAM kosten 200 €
– das externe Laufwerk kostet nun 79 €. Ich meine, das wäre 10 € günstiger gewesen als ich es kaufte…
Yosemite soll heute kostenlos runter zu laden sein. Allerdings isses noch nicht verfügbar. In den USA dauert „heute“ eben noch ein bisschen.“





Wenn man sich die technischen Daten genau anschaut, muss man leider feststellen, dass sich gerade beim iPad mini von der 2. zur 3. Generation zu gut wie nichts getan hat.
Neu sind der Fingerabdrucksensor, die Speichervarianten 16 und 32 GB beim mini 2, bzw. 16, 64, 128 beim mini 3 und die sehr hässliche goldene Rückseite.
Aus meiner Sicht würde ich somit zum iPad mini 2 greifen, da sich hier noch die von mir favorisierten 32 GB kaufen lassen. Auf den Sensor im Homebutton kann ich verzichten.

Beim iPad Air 2 sieht es etwas besser aus – wenn man so will.
Auch hier die dämliche Speicher-Politik 16, 64 und 128 GB. Apple, das ist einfach albern! Das Display wurde überarbeitet, soll nun weniger reflektieren und insgesamt besser und vor allem dünner sein. Es bleibt bei der Retina-Auflösung, an der nichts zu beanstanden ist.
Der neue Chip „A8X“ ist mal wieder viel besser als der alte A7X. Ich habe das iPad 4, also das Modell vor dem iPad 4 und habe nichts an der Performance auszusetzen. Für meine Nutzung ist das Ding ausreichend schnell. Wartezeiten habe ich hier auch nicht.
Touch-ID (Fingerabdrucksensor im Homebutton) ist jetzt auch dabei. Ich gebe zu, ich habe mich beim iPhone 5s so an Touch-ID gewöhnt, dass ich öfter auch auf dem iPad fälschlicherweise auf die Erkennung meines Fingerabdrucks warte, aber das ist in meinen Augen kein Kaufgrund.
Die Front-Kamera ist nun verbessert worden, für mich ebenfalls kein Kaufgrund, da ich weder der Selfie-Generation angehöre, noch mit dem iPad Skype o. ä. nutze. Die Frontkamera ist für mich also wertlos.
Die hintere Kamera ist jetzt mit 8 Megapixel, also wie beim iPhone 5/5s ausgestattet. Nett, allerdings fotografiere ich mit dem iPad so gut wie nie. Habe dazu entweder mein Handy mit der gleichen Qualität oder eine Spiegelreflexkamera, wenn es richtig schön werden soll.
Leute, die in der Öffentlichkeit mit dem iPad fotografieren sehen allerdings albern aus. Aber wer weiß, mit der neuen Cam werden vielleicht noch mehr Leute vor Sehenswürdigkeiten stehen und das Urlaubsfoto mit ihrem Tablet machen.
Beim neuen iPad ist nun auch WLAN nach „ac“-Standard eingebaut. Aktuelle Technik, nichts zu bemängeln. Allerdings fehlen häufig die entsprechenden Gegenstellen. Aber mit einem Gerät muss man ja mal anfangen.
Das iPad Air 2 hat einen neuen LTE-Chip und unterstützt nun noch mehr LTE-Netzwerke auf der Welt.

Ich frage mich allerdings wo das „Killer-Feature“ des iPhone 6 blieb? NFC – Near Field Communication. Der Oberhammer auf der Keynote im vergangenen September. Wenn man denn entsprechende Gegenstellen hätte…

Mein Fazit:
Das iPad Air hat ein Update bekommen. Keine bahnbrechenden Neuerungen, aber ein solides Update. Von daher ok.
Das iPad mini hat dagegen ein so lächerliches Update erhalten, dass man es eigentlich gar nicht Update nennen darf.
Der iMac mit Retina-Display ist genau das, wonach sich so viele User gesehnt haben. Mal davon abgesehen, dass die beiden Vorgängermodelle in der Größe 27“ schon sehr gut waren, jetzt dürfte das Display alle Pixel-Junkies und Display-Fetischisten auch noch befriedigen. Das Display hat allerdings noch weitere Verbesserungen erfahren. Die Tests dürften zeigen wie gut es tatsächlich ist. Schließlich galten Apple-Displays immer als sehr gut, aber sie schafften es nicht in die Liga der Referenz-Displays für Grafik mit einer echteren Farbdarstellung. Vielleicht kommen sie ja jetzt näher ran.

Grundsätzlich nervt mich aber der Schlankheitswahn im Hause Apple. Gerade bei den iPhones könnte man die Dicke der Vorgängermodelle beibehalten und dafür einen stärkeren Akku verbauen. DAS wäre ein Meilenstein. Ein Smartphone, dass es mal über einen Tag schafft aus Cupertino.

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