Wehrlos

Es gibt Zeiten, die scheinen ausweglos. Manchmal ist es ein riesiges Problem, bei dem man nicht weiter weiß, manchmal ist es die Anzahl der Probleme, die einen schier erdrückt.

In den meisten Fällen helfen mir zum Glück meine eigene Erfahrung, sehr gute Freunde und natürlich die Familie. Manchmal sind es konkrete Tipps, manchmal ist es einfach das Gefühl des Rückhalts.

Und wenn das alles noch nicht reicht, kommen auch noch Freunde mit Problemen an. Dann verdränge ich alles, was ich an der Backe habe und versuche, zu helfen. Ein „ich hab genug um die Ohren“ gab es bei mir nie. Aber ich finde, genau das zeichnet eine Freundschaft aus.
Oft hilft einfach die Sicht von außen auf ein Problem oder eben der o. g. Rückhalt.

Das alles lässt sich aber relativ einfach bewältigen. Man muss den Kopf frei kriegen oder ein freier Kopf hilft von außen mit einer Idee. Egal, ob Finanzen, Arbeit, Wohnung, da gibt es fast immer irgendeine Lösung.

Und dann, wenn man für sich selbst eine klare Linie gefunden und allen Freunden einen Weg aufgezeigt hat, ja dann kommt ein Ereignis, das man nicht eingeplant hat und nicht beeinflussen kann. Es geht um Emotionen. Der Versuch, Emotionen zu steuern ist in etwa so, als versuche man die Mondphasen zu ändern.
Es geht – wer hätte das gedacht – um eine Frau.

Vor ein paar Monaten kennen gelernt, gleich sympathisch, verstanden wir uns von Anfang an gut. Unser Humor ist ähnlich, unsere Gespräche gehen von ernsthaft bis zu völlig albernem und verrücktem Nonsens. Top!

Ihr attraktives Äußeres fiel mir natürlich auch auf, aber mehr war dann auch nicht dabei.

In der letzten Zeit bemerke ich aber, dass ich immer mehr auf kleine Details bei ihr achte. Bemüht bin, dass es ihr gut geht, versuche, zu helfen und einfach ihre Nähe genieße.
In den unmöglichsten Situationen denke ich an sie, ich sauge jeden Blick und jedes Gespräch förmlich auf. Ein nettes Wort, so unbedeutend es sein mag, ist Balsam für meine Seele. Ich liebe ihr Lachen, ihre Augen, ihr Haar, ihren anmutigen Gang. Wenn sie abwesend in die Gegend starrt, würde ich sie am liebsten in den Arm nehmen und mit ihr einfach irgendwohin flüchten. Ins Grüne, an einen Strand, nur sie, ich, Ruhe und Entspannung.

Dabei fühle ich mich wie ein 14-Jähriger. Hilflos und wehrlos ob meiner Emotionen. Mein Verstand sagt „das passt nicht, komm mal klar, Junge!“.
Aber was interessiert das Herz schon die Meinung des Hirns.

Und so ertappe ich mich dabei, wie ich sie manchmal einfach anstarre. Ohne zu wissen, ob sie etwas Ähnliches oder überhaupt etwas mehr für mich empfindet. Ich deute jede Kleinigkeit und mache mich damit nur noch verrückter.
Was und wie schreibt sie mir Nachrichten? Sieht sie mich an, wenn sie sich von einer Gruppe verabschiedet? Wie verhalte ich mich richtig? Hat sie schon etwas bemerkt? Wenn ja, ist es ihr unangenehm? Oder wartet sie, bis ich Idiot endlich mal einen Schritt wage? Haben andere in unserem Kreis schon etwas bemerkt?

Ich bin wieder 14. Meine Emotionen kann ich nicht steuern, bin wehrlos ob meiner Emotionen. Damals hab ich dann vielleicht mal eine Mathearbeit verhauen, weil mein Herz meinen Verstand zu sehr beschäftigte. Heute muss ich umschalten und mich auf andere Aufgaben konzentrieren. Aber es gibt immer mal wieder eine Gelegenheit, um abzuschweifen. Und dann denke ich wieder an sie.

Und bin wieder wehrlos.

Advertisements

Facebook – ein Paradies für Stalker

Facebook – ein Paradies für Stalker

Ich habe bei meiner Suche (Feigheit wird bestraft – Ein unfreiwilliges Social Media Experiment) nach der Herzdame leider etwas feststellen müssen. Viele geben zu viele Informationen über sich auf ihren Profilen preis. Und das ist gefährlich! Vor allem für Frauen!

Meine Suche fing ja nur mit wenigen sehr vagen Infos an. Ich kannte weder ihren Namen, noch habe ich mir das Kennzeichen ihres Autos gemerkt, keine Telefonnummer nichts. Ich hatte Ort und Event, ein Piercing und ein Tattoo.

Über die Event-Seite auf Facebook habe ich verschiedene Teilnehmer angeschrieben, eine Suche auf einer Spotted-Seite gepostet, diese Suche weitergeleitet. Letztendlich habe ich sie über die Teilnehmerliste gefunden. Leider vergeben, somit war die Suche ohne positives Ergebnis.

Im Nachhinein wurde mir aber bewusst, dass mir wildfremde Menschen bei meiner Suche geholfen haben und dass die Dame sehr viel auf ihrem Profil preisgab. Über ihren Facebook-Namen wusste ich das Geburtsjahr, sie hatte ihren Arbeitgeber angegeben. Über den einen oder anderen Freund kannte ich zumindest die Region, in der sie wohnte (habe aber nicht näher nachgeschaut, da dies für mich irrelevant war).

Meine Intention war, die Dame zu finden und kennenzulernen. Wie gesagt, leider ist sie vergeben. Ich entschuldigte mich für den Aufwand, den ich über die sozialen Netzwerke bei der Suche nach ihr betrieb und wünschte alles Gute.
Aber leider handeln nicht alle Menschen so. Und gerade Frauen sollten meiner Meinung nach vorsichtiger mit ihren Angaben auf Facebook sein.
Nicht jeder Mann führt nur Gutes im Schilde, wie ich es tat. Leider gibt es Geschlechtsgenossen, die Frauen als Freiwild betrachten, die sie verfolgen und nur Schlechtes im Sinn haben.

Bevor jetzt jemand dem Genderwahn verfällt und meint: „Auch Männer werden gestalkt!“
Ja, auch Männer werden gestalkt. Aber deutlich weniger oder zumindest besteht bei Männern seltener die Gefahr für Leib und Leben.
Leider bekomme ich berufsbedingt sehr viel mit, was Gewalt und sexuelle Übergriffe auf Frauen angeht.

Warum kam keiner bei mir auf die Idee, dass ich vielleicht ein krankes Arschloch sein könnte? Die Menschen waren zu gutgläubig! Ich habe nett und höflich formuliert, meine Suchanzeige fanden einige süß. Aber keiner kannte mich persönlich. Auch Vergewaltiger und Mörder können nett schreiben. Das weiß man nie, wenn man nur liest.

Deswegen empfehle ich Frauen: Gebt auf Facebook nie Euren Wohnort an, keinen Arbeitgeber, keine Handynummer, keine E-Mail-Adresse, verbergt Eure Freundesliste, gebt Fotos nur für Freunde frei und nicht für alle, macht Euer Profil so richtig dicht. Achtet auch auf Euren Facebook-Namen. Manche geben „vorname.nachname.geburtsjahr“ an. Lasst Eure Schule weg. All das sind Möglichkeiten, mehr über Euch zu erfahren und das geht schließlich nicht jeden etwas an. Nur weil Facebook Euch oft dazu auffordert, mehr von Euch im Profil anzugeben, sie brauchen es für ihre Werbung. Damit verdienen sie Geld. Wenn Ihr Eure Daten gar nicht erst angebt, macht Ihr es Stalkern umso schwerer.

Ich will damit niemandem Angst machen. Auch keine Paranoia verbreiten. Und ja, es wurde schon oft davor gewarnt, nicht alles von sich in sozialen Medien preiszugeben.
Aber ich habe jetzt selbst erlebt, wie einfach es sein kann, jemanden zu finden.

Ich weiß aber, wie man sich Frauen und anderen Menschen gegenüber verhält. Aber eben nicht jeder und dann kann es gefährlich werden.

Feigheit wird bestraft – Ein unfreiwilliges Social Media Experiment

Am Anfang stand meine eigene Dummheit oder Feigheit oder beides.
Ich war mit zwei Freunden auf einem fantastischen Konzert von Monster Truck in der Rockfabrik Ludwigsburg. Und dann war da noch diese Frau…
Ich könnte jetzt natürlich sagen: „Hey, ich war mit zwei Freunden da und außerdem hab ich richtig tolle Musik genossen, da grabe ich nicht noch nebenher eine Frau an.“ Aber die Ausrede hört man schon bei „hey“ heraus…

Kurzfassung meiner Suche:
Wir (meine beiden Freunde und ich) holen Getränke an der Bar, sie lächelt mich von der gegenüberliegenden Seite des Raumes an.
Wir (die Dame und ich) stehen den ganzen Abend nebeneinander – das hat sich tatsächlich rein zufällig so ergeben, da ich meinen Freunden hinterher lief und sie in die freie Ecke neben der Dame gingen!
Wir (wieder die Freunde und ich) stehen nach dem Konzert auf dem Parkplatz, die Dame geht mit ihren Freunden zum Auto und lächelt mich wieder an.
Jedenfalls lächelte sie mich zweimal an, wenn mich meine Wahrnehmung nicht getäuscht hat. Was aber auch nichts Neues wäre…

Schon auf der Rückfahrt hab ich mich über die verpasste Chance geärgert!
Ich hatte keinen Namen, keine Telefonnummer und zu dumm, mir das Kennzeichen zu merken, war ich auch noch.
Meine Hoffnung waren dann die sozialen Medien. Immerhin habe ich bei Facebook etwas über 400 Freunde / Kontakte und bei Twitter sind es ca. 560 Follower.
Ich postete eine Suche und leitete diesen Link weiter, teilte ihn auf verschiedenen Facebook-Seiten, nervte Freunde und Bekannte per WhatsApp, schaute mir Profile auf der Veranstaltungsseite bei Facebook an, schrieb den einen oder anderen Teilnehmer an, habe einige Fotogalerien durchforstet, fragte bei der Location nach, habe sogar der Band eine Nachricht geschickt.
Letztendlich habe ich so ziemlich alles versucht. Außer einer Anfrage bei der NSA. „Hey, hier ist… klar, Ihr wisst wer hier ist. Ich suche… ja, auch das wisst Ihr schon. Könnt Ihr mir helfen?“

Hätte ich nur einen Funken der Energie, die ich im Nachhinein in die Suche steckte, an dem Abend gegen meine Feigheit aufgebracht… hätte…

Aus einer Personensuche wurde somit mehr oder weniger ein Social Media Experiment. Jedenfalls gab es eine Erkenntnis über den Erfolg für Suchanfragen über Facebook, Twitter & Co.
Katzenvideos werden geteilt, Spruchbilder mit „Wenn Du auch… dann teile…“ ebenfalls. Über Sinn oder Unsinn solcher Aktionen oder ob sie überhaupt lustig und unterhaltend sind, machen sich die wenigsten Nutzer Gedanken. Aber was ist, wenn man mal ein Anliegen hat, das einem persönlich wichtig ist? Helfen einem das Gros der Facebook-Kontakte oder Follower?
Mein Test ergab: Nein.
Ein Grund kann natürlich sein, dass Kontakte oder Follower ein bestimmtes Schema bei meinen Postings und Tweets gewohnt sind. Solch eine Anfrage schlägt da aus der Reihe. Und stößt somit vermutlich auf Desinteresse oder Verwunderung, die dazu führt, dass die Leute einfach weiter scrollen.

Letztendlich hat sich gezeigt, dass die Menge an Kontakten und Follower leider nichts brachten. Ja, einige haben meine Suche geteilt und mitgeholfen. Einige haben meine Suche per WhatsApp weitergeleitet.
Dank der Theorie, dass man jeden Menschen auf der Welt um ein paar Ecken kennt, hatte ich mir aber mehr erhofft. Die Suche blieb erfolglos.
Was bleibt, ist die Ungewissheit.
Habe ich eine Chance verpasst?
Oder habe ich mir nur einen Korb erspart?
Die mögliche Ablehnung ist allerdings genau das, was die Feigheit verursacht.

Ich war feige und dumm. Meinen Fehler im Nachhinein auszumerzen gelang mir nicht.
Werde ich mich beim nächsten Mal mutiger verhalten?
Vielleicht. Wenn ich mich daran erinnern kann, wie sehr ich mich bei diesem Mal geärgert habe. Vermutlich werde ich aber in solchen Situationen wieder versagen.
Wie schon so oft.

Damenwahl

Wie und warum wählen Damen einen Mann aus oder warum lassen sie den anderen links liegen?

Nach vielen Gesprächen mit Männlein und Weiblein in Bezug auf die holde Damenwelt ergaben sich einige ernüchternde Ergebnisse. Befragt wurden Singles und Paare beiderlei Geschlechts und auch die Medien wurden dafür beobachtet. Somit sollte sich ein recht aussagekräftiges Resümee ergeben.
Natürlich werden viele Frauen gleich sagen: „Stimmt nicht!“
Dies mag auf Einzelfälle zutreffen.
Auch „Ihr habt doch nur oberflächliche Tussies befragt!“ kann ich ausschließen. Vom stillen Mauerblümchen über das Partygirl bis hin zu eher „kumpelhaften“ Damen flossen sämtliche Aussagen, Ansichten und Erfahrungen ein.

Beobachtet wurde eine gewisse Gleichschaltung der Damen. Entgegen der gewünschten Attribute des Mannes waren die tatsächlichen Auswahlkriterien recht einfach.

Die Wünsche, die man fast immer vernimmt sind:
„Das Aussehen ist mir egal / er muss keinen Waschbrettbauch haben“
„Er muss Humor haben / witzig sein / mich zu lachen bringen“
„Er muss intelligent sein“
„Status / Job / Finanzen sind mir egal“
„Er muss Charakter haben“
„Er muss nett sein“
„Er muss Manieren haben / er muss wissen wie man eine Dame behandelt“
„Auf gar keinen Fall so ein Macho“

Also scheinen die inneren Werte wichtiger als das Aussehen oder das dicke Auto zu sein.
Aber nur scheinbar…

Tatsächlich war für die Kontaktaufnahme und das erste Interesse etwas ganz anderes wichtig. Es ist der Macho, auf den die Damen in den meisten Fällen abfahren.
Verwegen, hart, gefährlich wirkend. Ein Typ wie Jason Statham, Aurelio aus dem Dschungelcamp 2015 oder Bruce Willis.

Das tatsächliche Selbstbewusstsein ist völlig egal. Er muss nur Selbstbewusstsein ausstrahlen, man muss das „I am the man!“ rausschwitzen.

Dabei rückt selbst der Wunsch nach einer festen Beziehung oder Kindern in den Hintergrund. Auch die Frage nach seinem Alter ist plötzlich egal.

Die Reize sind also recht einfach. Der Neandertaler zieht bei vielen Damen sofort. Die Männer, die nicht ständig mit der (verbalen) Keule schwingen und einen auf dicke Hose machen kommen höchstens in die Friendzone. Und hier dürfen sie dann langsam verrecken.

Nachdem man Männern über Dekaden vorwarf, dass ein opulenter Vorbau das einzige Kriterium sei, das sie interessiert, haben die Damen nun gleich gezogen.
Dummerweise war es bei uns meist nur ein Klischee, die Damen setzen es direkt um.

Selbstverständlich bevorzugen die meisten Männer auch eher Halle Berry, Brianna Brown oder Mila Kunis als Alice Schwarzer oder Angela Merkel.
Aber Männer sind heutzutage vielschichtiger. Eine „nett“ aussehende Frau kann sich nach einer gewissen Zeit des Kennenlernens zu einer bildhübschen Frau entwickeln. Das männliche Auge wird also später noch vom Herzen oder vom Verstand beeinflusst.

Das Auge und das Herz der Dame dagegen nicht. Ist der Typ nicht gleich der Knaller, wandert er bei Sympathie höchstens in die ominöse Friendzone. Und hier kommt Mann nicht mehr raus. Ein Umdenken oder besser „Umfühlen“ ist unwahrscheinlich.

Andererseits schimpfen die Damen über die „Arschloch-Typen“.
Springen aber fast nur noch auf diese an, lassen sich das Herz brechen, heulen sich bei Freundinnen oder den Männern in der Friendzone aus und werden beim nächsten „Arschloch“ wieder wuschig…

Muss man ein sonnengebräunter, egoistischer, geistiger Grobmotoriker mit Sixpack und Mittelklasse-Leasinglimousine sein, damit sich die durchschnittliche Dame überhaupt für einen interessiert?
Der Vollproll mit der großen Klappe ist heutzutage der Gewinner. Aber auf lange Sicht verlieren die Damen. Nicht alle, aber einige. Die, die eben bei Ihrer Auswahl an Männern „immer an den Falschen geraten“. Aber sie „geraten“ nicht, sie wählen aktiv den Zonk.

Geht es nur noch um schnelle Effekthascherei? Sind Oberflächlichkeiten heutzutage wichtiger als alles andere? Gewinnt „sehen und gesehen werden“ gegen langfristiges und tiefgründiges Glück?

Oder geht es nur darum, dass die Damen trotz aller Emanzipation immer noch jemanden brauchen, der ihnen ständig sagt, wo es lang zu gehen hat? Der unterbewusste Wunsch nach Bevormundung?
Ist somit die ganze Arbeit von Alice Schwarzer, Femen, etc. umsonst?
Das kann doch nicht Euer Ernst sein, liebe Damen!

Was würde passieren, wenn Männer das Klischee, niemanden der kein Pamela Anderson Äquivalent ist zu beachten, ausleben würden?
Vollhonk trifft auf Badenixe. Vollhonk wechselt Badenixe, Badenixe wechselt Vollhonk.
Das war’s dann mit der Evolution.
Aber bis dahin werden noch viele Tränen vergossen. Jedes Mal, wenn die Dame zu spät erkennt, dass sie wieder den Proll bevorzugt hat.

Apple Keynote Oktober 2014 – Licht und Schatten

Ich bin Nutzer von Produkten aus dem Hause Apple. Kein Fan, ich mag aber einige Dinge, die sie in Cupertino fertigen. Das steigert natürlich auch die Erwartungen. Man ist ja Gutes gewohnt.
Diese Erwartungen werden mehr oder weniger regelmäßig enttäuscht.
Trotzdem bemühe ich mich um eine gewisse Objektivität der Keynote vom 16. Oktober 2014.
Es handelt sich hierbei um einige Kommentare, die sich während der Keynote zwischen mir und einem guten Freund ergaben. Vieles davon natürlich mit einem gewissen Augenzwinkern.
Um das zu verstehen sollten Nicht-Macianer wissen, dass bei den Apple-Events zuerst immer die vergangenen Erfolge aufgezählt werden. Natürlich immer aus Apple-Sicht. Alles ist „amazing“ (erstaunlich) und „gorgeous“ (wunderschön). Und das kann man schon ein bisschen auf die Schippe nehmen.
Die verbalen Entgleisungen bezüglich der Körperflüssigkeiten bitte ich zu entschuldigen. Aber ich zitiere und zensiere nicht.

„Der Apple-Event läuft. Stand jetzt: das beste Smartphone… Am schnellsten verkauft… Apple Pay ist der Hammer und wir haben den Längsten…
Ach ja, die Uhr ist natürlich der Wahnsinn! Sie kann die Uhrzeit anzeigen und ist so schön, dass Jony Ive auf JEDE einzelne ejakuliert hat. Aufgrund des Tennisarms kann er heute leider nicht teilnehmen.“










„iOS 8 lässt Craig Federighi unkontrollierbar ejakulieren. Er schafft es kaum die Bühne hoch. Er sieht aus wie nach dem Iron Man. Tim Cook geht sich umziehen. Craig hat ihn angewichst.“

„Jetzt geht’s um Health Kit. Offensichtlich macht Wichsen gesund!“









„Das iPad Air 2 ist wieder dünner geworden. Es ist amazing und so dünn, dass es weltweit von Metzgern vorbestellt wurde, weil es wie kein anderes Tablet Salami schneiden kann.





Dass auch Phil Shiller wild ejakulierend auf der Bühne steht, muss ich wohl nicht extra erwähnen.“

„iMac Retina! Jetzt wird’s interessant. 5xxx mal 2xxx Pixel.

„$2499 für den iMac.“

„Apple und die Albernheiten:

– iPad mini 3 hat nur den alten A7 Chip. Hier haben sie kein Update auf den aktuellen A8 oder gar A8X vom großen neuen iPad verbaut.





– Der Dollar scheint sehr stark zu sein. Aus $ 2499 werden € 2599 im deutschen Store für den neuen iMac…





– Sie haben die Preise zwar bei den iPads gesenkt, aber durch die Speichervarianten 16, 64 und 128 bleibt das relevante iPad genau gleich. 709 € hat mein iPad 4 mit 32 GB auch gekostet.
Die 16 GB Variante ist nur dazu da, um den Preis künstlich niedrig zu halten. Keine Sau holt sich das iPad mit 16 GB…“






„iMac:
– 3,5 GHz i5, der 4 GHz i7 kostet 250 € mehr
– Upgrade von 8 auf 16 GB RAM kosten 200 €
– das externe Laufwerk kostet nun 79 €. Ich meine, das wäre 10 € günstiger gewesen als ich es kaufte…
Yosemite soll heute kostenlos runter zu laden sein. Allerdings isses noch nicht verfügbar. In den USA dauert „heute“ eben noch ein bisschen.“





Wenn man sich die technischen Daten genau anschaut, muss man leider feststellen, dass sich gerade beim iPad mini von der 2. zur 3. Generation zu gut wie nichts getan hat.
Neu sind der Fingerabdrucksensor, die Speichervarianten 16 und 32 GB beim mini 2, bzw. 16, 64, 128 beim mini 3 und die sehr hässliche goldene Rückseite.
Aus meiner Sicht würde ich somit zum iPad mini 2 greifen, da sich hier noch die von mir favorisierten 32 GB kaufen lassen. Auf den Sensor im Homebutton kann ich verzichten.

Beim iPad Air 2 sieht es etwas besser aus – wenn man so will.
Auch hier die dämliche Speicher-Politik 16, 64 und 128 GB. Apple, das ist einfach albern! Das Display wurde überarbeitet, soll nun weniger reflektieren und insgesamt besser und vor allem dünner sein. Es bleibt bei der Retina-Auflösung, an der nichts zu beanstanden ist.
Der neue Chip „A8X“ ist mal wieder viel besser als der alte A7X. Ich habe das iPad 4, also das Modell vor dem iPad 4 und habe nichts an der Performance auszusetzen. Für meine Nutzung ist das Ding ausreichend schnell. Wartezeiten habe ich hier auch nicht.
Touch-ID (Fingerabdrucksensor im Homebutton) ist jetzt auch dabei. Ich gebe zu, ich habe mich beim iPhone 5s so an Touch-ID gewöhnt, dass ich öfter auch auf dem iPad fälschlicherweise auf die Erkennung meines Fingerabdrucks warte, aber das ist in meinen Augen kein Kaufgrund.
Die Front-Kamera ist nun verbessert worden, für mich ebenfalls kein Kaufgrund, da ich weder der Selfie-Generation angehöre, noch mit dem iPad Skype o. ä. nutze. Die Frontkamera ist für mich also wertlos.
Die hintere Kamera ist jetzt mit 8 Megapixel, also wie beim iPhone 5/5s ausgestattet. Nett, allerdings fotografiere ich mit dem iPad so gut wie nie. Habe dazu entweder mein Handy mit der gleichen Qualität oder eine Spiegelreflexkamera, wenn es richtig schön werden soll.
Leute, die in der Öffentlichkeit mit dem iPad fotografieren sehen allerdings albern aus. Aber wer weiß, mit der neuen Cam werden vielleicht noch mehr Leute vor Sehenswürdigkeiten stehen und das Urlaubsfoto mit ihrem Tablet machen.
Beim neuen iPad ist nun auch WLAN nach „ac“-Standard eingebaut. Aktuelle Technik, nichts zu bemängeln. Allerdings fehlen häufig die entsprechenden Gegenstellen. Aber mit einem Gerät muss man ja mal anfangen.
Das iPad Air 2 hat einen neuen LTE-Chip und unterstützt nun noch mehr LTE-Netzwerke auf der Welt.

Ich frage mich allerdings wo das „Killer-Feature“ des iPhone 6 blieb? NFC – Near Field Communication. Der Oberhammer auf der Keynote im vergangenen September. Wenn man denn entsprechende Gegenstellen hätte…

Mein Fazit:
Das iPad Air hat ein Update bekommen. Keine bahnbrechenden Neuerungen, aber ein solides Update. Von daher ok.
Das iPad mini hat dagegen ein so lächerliches Update erhalten, dass man es eigentlich gar nicht Update nennen darf.
Der iMac mit Retina-Display ist genau das, wonach sich so viele User gesehnt haben. Mal davon abgesehen, dass die beiden Vorgängermodelle in der Größe 27“ schon sehr gut waren, jetzt dürfte das Display alle Pixel-Junkies und Display-Fetischisten auch noch befriedigen. Das Display hat allerdings noch weitere Verbesserungen erfahren. Die Tests dürften zeigen wie gut es tatsächlich ist. Schließlich galten Apple-Displays immer als sehr gut, aber sie schafften es nicht in die Liga der Referenz-Displays für Grafik mit einer echteren Farbdarstellung. Vielleicht kommen sie ja jetzt näher ran.

Grundsätzlich nervt mich aber der Schlankheitswahn im Hause Apple. Gerade bei den iPhones könnte man die Dicke der Vorgängermodelle beibehalten und dafür einen stärkeren Akku verbauen. DAS wäre ein Meilenstein. Ein Smartphone, dass es mal über einen Tag schafft aus Cupertino.

Auftrag: Liebesbotschaft

Auftrag: Liebesbotschaft

Meine letzte Liebeserklärung („Tausche Bratwurst gegen Ring“) hatte mal wieder den von mir gewohnten Effekt: Die Frauen waren ob der Romantik begeistert. Bei der Herzdame konnten meine Worte ihr Interesse an mir nicht erwecken, obwohl ihr „noch nie ein Mann so etwas schönes geschrieben hat“.

Eine Freundin war so begeistert von meinen Umschreibungen, dass sie von mir auch solch einen Text haben wollte

Ich war allerdings nicht in sie verliebt. Schwieriges Unterfangen. Außerdem versuche ich mich natürlich immer zu steigern. Was keine Wertung der einzelnen Damen darstellen soll, sondern lediglich dem eigenen Ehrgeiz geschuldet ist.

Ich habe mich trotzdem ran gewagt und sie war begeistert. Also Auftrag erfüllt, obgleich ich selbst nie ganz zufrieden bin. Aber lest selbst:

The winner takes it all

Sie kam, sah und siegte. Aber nicht mit großem Tam Tam. Nein, sie scheint zunächst leicht schüchtern, wickelt aber in Windeseile jeden um ihre kleinen Finger und steht am Ende ganz oben. Man(n) liegt ihr zu Füßen und merkt es gar nicht. Denn jeden Wunsch, den sie mit ihren Kulleraugen formuliert, erfüllt man ihr mit Freude.

Ihre Augen waren auch das erste was mir an ihr auffiel. Reh-Augen. Ein tiefes warmes braun. Augen, die man stundenlang anstarren kann, ohne sich dabei albern vorzukommen. Sie zeugen von einem großen Herzen, tieferem Sinn, Leidenschaft, Liebe und doch auch Vernunft. Sensibel und verletzlich, doch bestimmt und zielstrebig.

Das Haar ist passend dazu auch braun. Aber nicht einfach langweilig braun. Es sieht aus wie eine Kastanie, die ein Bad in der Sonne genießt. Ihr Haar ist lang und glatt. Es scheint immer von einer schwachen Brise getragen zu werden und schwebt leicht wie eine Feder um ihr hübsches Gesicht.

Ihr Antlitz kann man nur mit süß wie Zucker beschreiben. Sie hat ein unbeschreibliches Lächeln. Ein Gewinner-Lächeln. Denn damit gewinnt sie alles und jeden. Ihr kleiner, manchmal frecher Mund wird von zwei kleinen Grübchen flankiert. Diese Grübchen können einem die Sinne rauben. Bei ihrem Lächeln geht die Sonne auf!

Da bekommt jeder automatisch gute Laune und freut sich einfach in ihrer Nähe sein zu dürfen.

Wenn sie Feuer will und einen mit den großen dunklen Augen hilfesuchend von unten anblickt, die Zigarette fest in ihrem kleinen Schmollmund hält, möchte man sich das Herz heraus reißen, um ihre Zigarette zu entflammen. Denn das Herz brennt lichterloh.

Ihr normaler Gesichtsausdruck ist aber eher genervt. Vielleicht ist es auch diese Kombination, die den Beschützerinstinkt in uns Männern hervorruft. Wer hat die arme Frau genervt? Wer kann es wagen, dieses traumhafte Lächeln aus diesem wunderschönen Gesicht zu vergraulen. Es wird sein letztes Wagnis sein…

Ihre Haut sieht immer so aus als wäre sie gerade aus dem Urlaub gekommen. Eine südländische Bräune. Manchmal glänzen feine helle Härchen auf ihrer Haut, wenn sie mit der Sonne um die Wette strahlt.

Zu diesen optischen Attributen gesellt sich aber noch etwas viel wichtigeres, was sie so einzigartig macht. Sie ist keine kleine Prinzessin, die sich von vorne bis hinten bedienen lässt. Auch keine Frau, die weiß was sie hat und arrogant über allem schwebt. Sie ist ein richtig guter Kumpel. Sicherlich nichts, was die meisten Frauen als Kompliment auffassen würden, sie schon.

Sie deckt somit alles ab, was viele Männer im Leben haben wollen!

Sie sieht umwerfend gut aus und man kann mit ihr reden wie mit seinem besten Freund. Trotzdem ist sie auch verständnisvoll und sensibel. Dinge, die man wiederum nicht mit seinen Freunden besprechen kann, kann man sich bei ihr von der Seele reden.

Da fehlt doch noch etwas. Ja, richtig. Für manche Themen muss man sich entsprechende Gesprächspartner suchen. Es ist frustrierend, wenn man mit jemandem diskutieren möchte, der keine Ahnung von der Thematik hat, weil sie seinen Horizont übersteigt. Auch hier kann man voll auf sie zählen, denn sie ist auch noch intelligent!

Somit wären die drei wichtigsten Gesprächsbereiche von ihr allein abgedeckt. Lockere Diskussionen unter Kumpels, gefühlvolle Gespräche mit einer Frau und tiefgründige, geistreiche Themen auf einem höheren Niveau.

Gut, es gibt eine Einschränkung. Sie hasst Fußball. Aber das ist bei den meisten Frauen sowieso normal, da gibt es nur wenige Ausnahmen. Von daher ist dies nicht mal als Negativ-Punkt aufzuführen.

Die Punktevergabe geht aber noch weiter!

Sie steht nicht auf Disco, Sekt, Highheels, kurze Röckchen, sich tierisch aufdonnern. Sicher ein paar hochhackige Schuhe und ein sexy Dress stehen ihr sehr gut. Aber das wäre wohl zu viel für die Männerwelt. So etwas würden wir auf Dauer nicht durchhalten. Das Herzinfarkt-Risiko würde drastisch zunehmen.

Sie bevorzugt lieber einen legeren Kleidungsstil. Dabei geizt sie trotzdem nicht mit ihren Reizen. T-Shirts mit einem etwas großzügigeren Ausschnitt scheinen wie für sie gemacht. Es wirkt sogar fast so, als hätte ein Mode-Designer sie einmal gesehen und sich gesagt: „Die ganzen Klamotten sind scheiße! Ich muss sofort etwas ändern!“

Ich möchte hier nicht näher darauf eingehen, um nichts Vulgäres in diese Geschichte zu bringen. So viel sei nur gesagt: Schönheitschirurgen sollten hier Maß nehmen, wenn sie bei ihren Patientinnen Perfektion vollbringen wollen.

Der anfänglich sehr schüchterne Eindruck wird komplett ad acta gelegt, wenn man sie etwas besser kennt. Sie ist selbstbewusst und kann einem ganz schön die Meinung geigen.

Vielleicht ist genau das auch ihr Rezept zum Erfolg in allen Lebenslagen. Zuerst vermutet man nichts böses, freut sich wenn man ihr helfen, gar dienen kann. Und bevor man sie für ein kleines Dummchen hält zeigt sie einem wo der Hammer hängt. Aber alles noch auf so eine Weise, dass man ihr nicht böse sein kann.

Und genau deswegen passt der Spruch auf niemanden so sehr wie auf sie:

Sie kam, sah und siegte.

Und auch in Zukunft wird sie kommen, sehen und siegen.

Der Richtige

Liebe den Mann, der dich „hübsch“ nennt und nicht „sexy“.
Der dich zurückruft, auch wenn du aufgelegt hast.
Der wach bleibt, nur um dich schlafen zu sehen.
Der deine Stirn küsst.
Der dich der ganzen Welt zeigen will, auch wenn du nicht zurechtgemacht bist.
Dem es nicht wichtig ist, ob du im Laufe der Jahre dicker oder dünner geworden bist.
Den, der vor seinen Freunden deine Hand nimmt und dich Schatz nennt.
Warte auf den, der dir ständig sagt, was du ihm bedeutest und was er für ein Glückspilz sei, dich zu haben.
Und der dich seinen Freunden mit den Worten vorstellt: „Das ist sie!“

Liebe ihn, denn er liebt dich und wird es wahrscheinlich immer tun.

PS: Der Autor ist mir leider nicht bekannt, ich bekam diesen Text zugeschickt und ich fand ihn einfach toll.

Carpe Diem / If tomorrow never comes

Carpe Diem = Nutze den Tag
Aber was soll das bedeuten? Nur eine Variante zu „was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“?

Der Song „If tomorrow never comes“ trifft es meiner Meinung nach genauer. Denn er verallgemeinert nicht, er bezieht sich auf das, was wirklich wichtig ist im Leben. Privates Glück!
Klar, dem einen ist die Karriere wichtiger, aber was bringen Erfolge, wenn man sie mit niemandem teilen kann? Nichts.

Garth Brooks hat es im Songtext darauf reduziert, was wäre, wenn er eines morgens nicht mehr da wäre, wüsste sie dann, was er für sie empfunden hat?

Klar gibt es dann die Meckerer, die meinen, dass sich die drei berühmten Worte abnutzen und an Wert verlieren. Aber es kommt immer darauf an, wie man es sagt. Flüchtig beim Verlassen der Wohnung oder mit einer innigen Umarmung und Nachhaltigkeit?

In der heutigen schnellebigen Zeit hat sich vieles verändert. Die mediale Reizüberflutung lässt einen nicht mehr erkennen, was wirklich wichtig ist.
Die tiefe Zuneigung eines anderen Menschen ist das höchste Gut und das Funkeln in den Augen, wenn man ihr eine Freude gemacht hat ist Dank genug.

Den meisten wird es langweilig, weil sie meinen etwas zu verpassen. Aber verpassen sie durch irgendwelche Action nicht das, was ihnen wirkliche Freude bereitet?

WDR-Beitrag „Apple-Check“

Liebe ARD, lieber WDR,
nach dem schlechten TUI-Beitrag führen Sie die Linie mit dem „Apple-Check“ stringent fort. Objektive Berichterstattung sieht anders aus.

Dass Samsung und viele andere auch in China fertigen lassen – z. T. in denselben Firmen wie Apple – nennen wir in dem Beitrag einfach mal nicht. Natürlich macht es die Bedingungen von Apple nicht besser. Aber wenn man nur Apple an den Pranger stellt ist es ja einfacher. Ach ja, als Nokia in Rumänien fertigen ließ gab es zwar auch ein paar Meldungen, aber keinen Beitrag seitens der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten… warum eigentlich nicht?
Und dass der Foxconn-Chef einer der reichsten Männer Asiens ist liegt bestimmt daran, dass Apple ihm verbietet das eingenommene Geld an die Belegschaft zu verteilen.
Menschen, die vor einem Apple-Store übernachten wenn ein neues iPhone heraus kommt, sind natürlich ein gefundenes Fressen für einen solchen Bericht. Aber was ist mit dem Rest der „Apple-Jünger“, die ähnlich einem Zombie durchs Leben gehen? Ach ja, das muss man ja nicht erwähnen. Sonst würde das tolle Bild trüben.

Zu den Zahlen. Haben Sie auch überlegt, dass bei Produkten auch Kosten für Forschung und Marketing eingerechnet werden müssen? Eine C-Klasse kostet in der Herstellung auch nicht 38.000 € und wird dann für 40.000 € verkauft.
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. So viel wirtschaftliches Wissen hätte ich Ihnen auch ohne erfolgreich absolviertes BWL-Studium zugetraut. Aber so kann man sich täuschen.

Welche Beiträge haben Sie noch geplant?
„Daimler – der böseste Automobilhersteller der Welt!“
„Media Markt – schlechte Leistung zu überteuerten Preisen“ –> kleiner Tipp: Bevor Sie in diesem Fall Saturn als „besser“ darstellen wollen, beide gehören zu einem Konzern…

Jeder, der über die ach so schlimmen Privatsender meckert, die so niveaulos sind und nur Volksverdummung senden, sollte sich mal kritisch mit dem Programm der wahnsinnig tollen öffentlich rechtlichen Sendern auseinandersetzen.

Oder sind die Beiträge wie der „Tatort“ reine Fiktion? Dann hätten Sie Ihre Beiträge vielleicht besser vermarkten sollen. Das kam bei den Zuschauern nämlich nicht an. Wie man richtig vermarktet können Sie sich gerne bei – ja, richtig – Apple anschauen!

Tausche Bratwurst gegen Ring

(Erstveröffentlichung am 08. August 2012)

Ich traf eine Frau. Eigentlich nichts Besonderes.
Die Dame, um die es hierbei geht ist allerdings etwas Besonderes. Klar, das behauptet jeder Mann von einer Frau, in die er sich verguckt hat. Doch so weit ist es noch nicht.

Besonders an ihr ist, dass ich bisher noch keine Frau wie sie kannte.

Auch das klingt zunächst nach einem gefühlsduseligen Mann.

Aber auch hier ist es noch nicht so weit.

Die Vorzeichen sind nicht gerade die besten, jedenfalls was das Zusammenpassen von uns beiden angeht – auch das ist eigentlich nichts Neues. Jedenfalls nicht für mich.

Ich versuche sie zu beschreiben ohne zu viele Details zu nennen. Schließlich soll ja im Internet eine gewisse Anonymität gewahrt werden. Falls ich über den Status Bekannter / Freund nicht hinaus komme, möchte ich ihr eine gewisse Peinlichkeit bei künftigen Treffen ersparen.

Ich fange damit an was mir als erstes auffiel. Die Augen.

Ich weiß, es ist ein Klischee. Aber so ist es nun mal. Neben all den Attributen einer Frau sind es doch die Augen, die mich fesseln. Sie strahlen in hellem blau, wie man es nur von Postkarten aus der Karibik kennt. Umgarnt von langen zart geschwungenen Wimpern. Wahnsinn! Darin könnte ich mich verlieren und sie stundenlang anstarren.

Als nächstes fiel mir ihr Haar auf. Es ist nicht einfach nur blond. Es hat einen seidig goldenen Glanz, fällt weich auf ihre schlanken Schultern.

Ihr Lächeln zieht mich total in ihren Bann. Es ist einfach zauberhaft. Ihre Lippen. Weich und rund geschwungen. Sie scheinen nach unendlich langen Küssen zu verlangen.

Ihre Stimme hat eine angenehme Tiefe. Nein, nicht wie eine Kugelstoßerin aus der ehemaligen DDR, aber eben etwas kerniger als von den meisten Frauen gewohnt. Das genaue Gegenteil des Klischees einer quietschenden amerikanischen Tussie. Vielleicht fällt das auch nur mir auf. Aber diese Stimme ist es, die man morgens als erstes hören möchte. Eine Wohltat für die Ohren.

Ihre Haut scheint zart wie Samt. Bisher kam es nur zu kleineren flüchtigen Berührungen, die den optischen Eindruck untermauern ließen. Diese leichte Bräune passt perfekt zu ihrem güldenen Haar und diesen traumhaften Augen.

Die Hände sind gepflegt. Ja, ich achte sehr auf Hände. Abgekaute Fingernägel sind nicht so ganz meine Sache… Schlanke Finger, manikürte Nägel. Ein dezenter Nagellack. Passend zum perfekten Gesamtbild dieser Frau.

Sie ist von schlanker Statur. Mir persönlich sind ein paar Pfund zu viel oder zu wenig vollkommen egal. In ihrem Fall würde ich das Prädikat optimal wählen. Auch wenn sie selbst von Problemzonen spricht. Aber das macht jede Frau. Da ich kein Mann bin, der einen Frauenkörper wie einen Autoteile-Katalog betrachtet und sich an Einzelteilen ergötzt, sei an dieser Stelle nur vermerkt, dass Mann hier ruhig wunschlos glücklich sein darf. Wer an diesem makellos schönen Körper etwas zu meckern hat, hat wohl nicht mehr alle Sinne beisammen.

Vor kurzem wehte ein schwacher Wind einen Hauch ihres Parfüms in meine Nase. Es war nur für einen kurzen Augenblick, aber der Duft passte absolut in mein bisheriges Bild von ihr. Zart, weich, nicht zu verspielt und blumig, aber sehr angenehm und frisch wie eine leichte Sommerbrise. In einer Situation legte sie kurz ihren Kopf auf meine Schulter. Ich spürte ihr weiches Haar, ihre zarte Haut und da war er wieder, dieser unvergleichliche Duft.

So viel zu meinen bisherigen Erkenntnissen. Über ihr Wesen vermag ich bis jetzt noch nicht sehr viel zu sagen. Aber ich bin dran. Ich möchte sie besser kennen lernen. Ein bisschen Smalltalk, ein nettes Miteinander ist schon vorhanden. Es darf für meinen Geschmack aber gern ein bisschen mehr sein. Wir werden sehen. Bisher ist sie sehr sympathisch, obwohl man aufgrund ihres perfekten Erscheinungsbildes auch eine gewisse Einbildung erwarten könnte.

Wie kam ich zu dieser Ehre? Ganz einfach. Wir haben uns eher zufällig kennen gelernt. Da ist sie mir zwar als sehr hübsch aufgefallen, aber mehr auch nicht. Eine gemeinsame Freundin meinte dann aber, dass sie doch was für mich wäre. Da begann ich sie etwas näher zu betrachten und kam zu den oben aufgeführten Eindrücken. Es ist mal wieder ein Versuch mich zu verkuppeln. Das angenehme bei solchen Aktionen ist, der gemeinsame Freund kann das gegenseitige Interesse ausloten, ohne dass es einem der beiden peinlich sein müsste. Mal davon abgesehen, dass man sich beim Balzverhalten leichter tut, wenn man weiß, dass das Gegenüber auch interessiert ist.

Was absolut für sie spricht, sie sehr sympathisch macht, eigentlich schon eine Verpflichtung ist, sie direkt vor einen Altar zu bitten: „Ein Mann muss mir keinen Schmuck schenken. Wenn er mir eine Bratwurst macht bin ich glücklich!“

Eine Frau, die Fleisch liebt, die mit einem einzigen Foto die Auflage der Vogue locker verdoppeln würde, nett und Single ist. Hm, da muss ein Haken sein. Ich konnte allerdings noch keinen finden. Vielleicht gibt es doch einen Gott, der es gut mit mir meint oder es ist nur eine weitere Prüfung des Lebens. Es liegt eine komische Spannung in der Luft. Im Job läuft es gut, ich habe Miss Perfect entdeckt, was kommt noch? Wenn ich wirklich sowohl das private als auch das berufliche Glück gefunden haben sollte, trifft mich wahrscheinlich einen Tag später der Blitz. Naja, dann kann ich den anderen Leuten auf der Wolke erzählen, dass ich den perfekten Tag hatte! ☺

PS: Wenn ich die Augen schließe sehe ich ihr Gesicht. Ist es doch schon so weit?